MITOVIT® Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training  
IHHT - Höhentraining

IHHT – körperorientiertes Training bei Stress und psychischer Belastung
Medizin-Nobelpreis für Hypoxieforschung

Die Intervall‑Hypoxie‑Hyperoxie‑Training (IHHT) ist ein modernes, körperorientiertes Verfahren, das als ergänzende Maßnahme zur Unterstützung von Regeneration und Stressbewältigung eingesetzt wird. Während der Anwendung wechseln sich Phasen mit reduziertem und Phasen mit erhöhtem Sauerstoffgehalt ab – ein Prinzip, das aus der Höhen‑ und Hypoxieforschung stammt und seit vielen Jahren wissenschaftlich untersucht wird.

Die Grundlagen dieser Forschung wurden 2019 mit dem Medizin‑Nobelpreis ausgezeichnet: Die Wissenschaftler William Kaelin, Gregg Semenza und Peter Ratcliffe beschrieben, wie Zellen den Sauerstoffgehalt ihrer Umgebung wahrnehmen und entsprechende Anpassungsprozesse einleiten. Auf dieser Basis wird untersucht, inwiefern kontrollierte Hypoxie‑Phasen die Mitochondrienfunktion und damit die Energieproduktion der Zellen unterstützen können – ein möglicher Faktor für körperliche und psychische Belastbarkeit.

IHHT wird mit speziellen Systemen als sanftes, individuell abgestimmtes Training durchgeführt. Ziel ist es, physiologische Anpassungsmechanismen des Körpers anzuregen und so die Resilienz bei Stress, Erschöpfung und psychischer Belastung zu unterstützen. IHHT ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung, kann aber als komplementäres Verfahren zur Förderung von Wohlbefinden und Stressregulation eingesetzt werden.

 

 

 

IHHT

Der Sauerstoffgeghalt
Hyperoxie - Normoxie Hyperoxie

Ein kleiner Exkurs: Unsere Atemluft besteht zu 21 % aus Sauerstoff und 78 % aus Stickstoff, einem Element, das als Baustein in unserem Erbgut und in Proteinen essentiell für alle Lebewesen ist. Im Vergleich dazu macht Kohlenstoffdioxid nur einen Bruchteil der verbleibenden 1 % in der Luft aus.

Hypoxie: von 9-18% Sauerstoffgeghalt 
Normoxie (Umgebungsluft): 21% Sauerstoffgehalt
Hyperoxie: bis 30% Sauerstoffgehalt

Für sehr sensitive Personen kann eine sehr milde Hypoxie mit 18% bereits völlig ausreichend sein.


Der Trainingsverlauf wird mit Hilfe von zwei Pulsoximetern sowie einer in Echtzeit HRV-Messung kontrolliert.
Exkurs HRV: DIE Herzratenvariabilität wird durch den zeitlichen Abstand zwischen den aufeinander folgenden Herzschlägen bestimmt. Dies wird als RR-Intervall bezeichnet.
Dieser Wert gibt Auskunft, wie Ihr vegetatives Nervensystem im Gleichgewicht ist.

Mehr dazu erfahre Sie hier VNS & HRV

Die Sauerstoffgabe wird automatisch im Biofeedbackmodus angepasst, um mit größter Sicherheit optimale Ergebnisse erzielen zu können.

 

Der Ablauf
Höhentraining 

Das Intervall‑Hypoxie‑Hyperoxie‑Training (IHHT) findet in einem dafür vorgesehenen Behandlungsraum in ruhiger Umgebung im Liegen oder Sitzen statt. Die Anwendung erfolgt ohne zusätzliche körperliche Belastung und wird von den meisten Personen als gut verträglich erlebt; viele berichten, dass sie währenddessen zur Ruhe kommen und mitunter sogar einschlafen.
Beim IHHT wird zur Nachbildung der Reize eines Höhentrainings mit einer gezielt reduzierten Sauerstoffkonzentration gearbeitet. Ein klassisches Höhentraining im Sportbereich findet häufig in Höhen um etwa 2.000 Meter statt, was ungefähr einem Sauerstoffgehalt der Luft von rund 16 % entspricht. Im IHHT werden solche Reize technisch erzeugt, ohne dass eine tatsächliche Höhenexposition notwendig ist.
Das Training besteht aus wiederkehrenden Phasen mit erniedrigtem Sauerstoffgehalt (Hypoxie) und Phasen mit normalem oder erhöhtem Sauerstoffgehalt (Normoxie/Hyperoxie). Je nach Protokoll kommen Hypoxie/Normoxie‑Intervalle (IHT), Hypoxie/Hyperoxie‑Intervalle (IHHT) oder Konzepte mit adaptiver Hyperoxie zum Einsatz, bei denen die Sauerstoffkonzentration in den Erholungsphasen automatisch angepasst wird.
Für die Durchführung wird ein Hypoxietrainingssystem eingesetzt, das die Zusammensetzung der Atemluft steuert und Parameter wie Sauerstoffsättigung und Herzfrequenz überwacht. Die Steuerung erfolgt automatisiert, sodass die gewählten Einstellungen reproduzierbar und die Belastung nachvollziehbar bleiben.

 

 

 

 

Was kommt auf Sie zu?

Sie liegen entspannt auf einer Liege und Ihnen wird im Wechsel von einigen Minuten Sauerstoff in niedriger und hoher Konzentration über eine Atemmaske zugeführt. Die Sauerstoffkonzentration im Blut und die Herzfrequenz werden während der Behandlung kontinuierlich gemessen.

10 - 15 Anwendungen von 40-minütiger Dauer sind vergleichbar mit den physiologischen Effekten eine vierwöchigen Alpenaufenthaltes und führen zu einer Verbesserung des Stoffwechsels über eine Dauer von bis zu drei Monaten

 

Wann kann IHHT für Sie hilfreich sein?

IHHT ist ein körperorientiertes Trainingsverfahren, das ergänzend zur Unterstützung von Regeneration, Energiestoffwechsel und Stressregulation eingesetzt wird. Es versteht sich nicht als Behandlung einzelner Erkrankungen, sondern als Baustein in einem ganzheitlichen Gesundheits‑ und Therapiekonzept.
IHHT kommt vor allem dann ins Spiel, wenn Patientinnen und Patienten von mehreren der folgenden Belastungen und Einschränkungen berichten
 
 
 
anhaltende Erschöpfung, verminderte Belastbarkeit, Erholungsstörungen
ausgeprägte Stressbelastung mit Unruhe, Schlafproblemen oder „Nicht‑Abschalten‑Können“
Konzentrationsprobleme, „Brain Fog“ und Leistungseinbrüche im Alltag
funktionelle Beschwerden wie z.B. Reizdarm, Reizmagen, Schwindel oder Tinnitus ohne eindeutige organische Ursache
 
psychovegetative Symptome im Rahmen von Angst‑, Zwangs‑ oder depressiven Beschwerden
Regenerationsschwierigkeiten nach Infekten (z.B. Long‑/Post‑Covid, postvirale Müdigkeit)
chronisch entzündliche oder stoffwechselbezogene Belastungen (z.B. Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck) im Rahmen eines ärztlich begleiteten Behandlungskonzeptes
Fragestellungen rund um sportliche Leistungssteuerung, Trainingsanpassung und Erholung
 

 

Mögliche Effekte von IHHT‑Training

Bei der Intervall‑Hypoxie‑Hyperoxie‑Therapie (IHHT) atmen Sie im Wechsel Luft mit weniger und mit mehr Sauerstoff, während Sie entspannt sitzen oder liegen. In Studien zu IHHT und ähnlichen Verfahren wurden verschiedene Veränderungen im Körper beobachtet. Vor diesem Hintergrund wird IHHT häufig mit folgenden Zielen eingesetzt:

- Unterstützung beim Abbau von Stress und Förderung einer besseren Stressresistenz
- Verbesserung von Schlafqualität, Erholung und subjektivem Wohlbefinden
- Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit (z.B. Ausdauer, Belastbarkeit)
- Unterstützung von Konzentration, Aufmerksamkeit und geistiger Leistungsfähigkeit
- Begleitung von Maßnahmen zur Stabilisierung des Zucker‑, Insulin‑ und Fettstoffwechsels im Rahmen eines Gesamtkonzepts
- Unterstützende Rolle bei Programmen zur Gewichtsregulation
- Modulation von Entzündungsprozessen und damit verbundenen Beschwerden wie Schmerzen
- Unterstützung von Herz‑Kreislauf‑ und Lungenfunktion sowie der Sauerstoffverwertung

 

IHHT ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Ob dieser Ansatz im individuellen Fall sinnvoll ist, klären wir  gerne  im Rahmen eine Anamnesegesprächs und – soweit erforderlich – in Abstimmung mit behandelnden Ärztinnen und Ärzten.

 

 

Das Training nutzt kontrollierte Wechsel zwischen hypoxischen (sauerstoffarmen) und hyperoxischen (sauerstoffreichen) Phasen. Diese Reize können die Funktion der Mitochondrien, der „Kraftwerke“ der Zellen, unterstützen und die Zellatmung effizienter machen. Eine verbesserte Zellatmung kann die Energieproduktion fördern und sich positiv auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit auswirken.
 
In verschiedenen Berichten und Studien wird zudem beschrieben, dass IHHT‑Training die Herzfrequenzvariabilität beeinflussen kann, einen Hinweis darauf, wie gut der Körper auf Stress reagiert. Eine stärkere Aktivierung des Parasympathikus, also des Teils des Nervensystems für Entspannung und Regeneration, kann die Erholung von körperlichen und seelischen Belastungen unterstützen.
 
 
Die beschriebenen Zusammenhänge stellen mögliche Erklärungsmodelle dar und sind nicht bei allen Menschen in gleicher Weise nachweisbar. Sie ersetzen keine individuelle medizinische Diagnostik oder Behandlung und stellen kein Heilversprechen dar.
 

Stress als Folge von Erkrankungen

 

Stress ist häufig eine Folge von Erkrankungen und kann sowohl die körperliche als auch die psychische Gesundheit erheblich beeinträchtigen. Die Belastungen, die durch chronische Erkrankungen entstehen, führen oft zu emotionalen Herausforderungen wie Ängsten und Erschöpfung. Die ständige Auseinandersetzung mit körperlichen Symptomen kann das allgemeine Wohlbefinden stark einschränken.

Das Ziel des Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Trainings ist, die Lebensqualität zu steigern, indem es die Gesundheit auf beiden Ebenen – physisch und psychisch unterstützt .

Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training (IHHT)

Das Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training (IHHT) bietet eine wirksame Möglichkeit, diesen stressbedingten Folgen, welche durch Grunderkrankungen ausgelöst werden können, entgegenzuwirken. Durch gezielte Aktivierung der natürlichen regulierenden Prozesse im Körper kann IHHT helfen, Stress abzubauen und das allgemeine Befinden zu steigern - insbesondere bei bestehenden Erkrankungen - der Fokus liegt dabei nicht auf der Grunderkrankung sondern auf der Stressregulation. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie das Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training Ihnen helfen kann, Ihr Wohlbefinden zu verbessern und mit den Stress-Folgen von Erkrankungen besser umzugehen, kontaktieren Sie uns gerne!

 

Hinweis: IHHT ist ein ergänzendes Verfahren. Wissenschaftliche Studien liefern Hinweise auf physiologische Wirkmechanismen, eine Heilwirkung im medizinischen Sinne gilt aktuell nicht als abschließend belegt.
 

Unsere Adresse

Söflinger Straße 174
In der Tagesklinik Söflingen
89077 Ulm